Die Fraktionsredner*innen der SIMEP1 – Teil I

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Am ersten Tag der SIMEP treffen sich die jungen Abgeordneten in ihren jeweiligen Fraktionen, um dort die Positionen der Fraktion zu diskutieren und festzulegen. Eingeleitet werden diese Sitzungen i.d.R. von einem Politiker oder einer Politikerin, die die jeweilige Fraktion vertritt. Die Fraktionredner*innen der SIMEP1 sind in diesem Jahr:

  • Joachim Zeller (MdEP) für die EVP-Fraktion
  • Dr. Ute Finckh-Krämer (MdB) für die S&D-Fraktion
  • Bernd Schlömer (MdA) für die ALDE-Fraktion
  • Franziska Brychcy (MdA) für die KVEL/NGL-Fraktion
  • June Tomiak (MdA) für die Grüne/EFA-Fraktion
  • Dr. Christian Schmidt (ALFA Berlin) für die EKR-Fraktion
  • Dr. Timo Lochocki (Politikwissenschaftler) für die EFDD-Fraktion.

Damit ihr euch ein gutes Bild von den Redner*innen machen könnt, möchten wir euch diese in den nächsten Tagen vorstellen. Wir beginnen gleich mit drei auf einem Schlag:

Für die S&D-Fraktion: Dr. Ute Finckh-Krämer (MdB)

14-02 ute_finckh_kraemer_foto_carsten_schwaebeDie 60-jährige Ute Finckh-Krämer sitzt seit 2013 für die SPD im Bundestag, war aber bereits zu Schulzeiten in der Friedensbewegung aktiv und trat als 16-jährige der Partei bei. Sie ist Mitglied der parlamentarischen Versammlung des Europarates und in mehreren Bundestagsausschüssen im Bereich Außenpolitik, Menschenrechte und Krisenprävention tätig. Ute Finckh-Krämers zentrale Themen sind Gerechtigkeit, Frieden und die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen des Menschen. Die bekennende Pazifistin bleibt dabei ihren Prinzipien treu – auch wenn dies bedeutet, beispielsweise bei Parlamentsentscheidungen über Militäreinsätze oder die Ausweitung der vermeintlich sicheren Flüchtlingsherkunftsländer gegen die eigene Fraktion zu stimmen. In ihrer Freizeit hält sich die gebürtige Wiesbadenerin mit Aikido fit und schickt dabei schon mal ihre Gegner auf die Matte. (Foto: Carsten Schwäbe)

 

Für die Grüne/EFA-Fraktion: June Tomiak (MdA)Portrait June Wahlkampf

Mit 19 Jahren ist June Tomiak jüngste Abgeordnete im Berliner Abgeordnetenhaus. Gewählt wurde sie im September 2016 über die Landesliste der Berliner Grünen. June wuchs in Wedding in einer Patchwork – und Regenbogenfamilie auf und lebt derzeit in Moabit. Neben der Wahrnehmung ihres politischen Mandats studiert sie seit zwei Monaten Kultur und Technik mit Schwerpunkt Philosophie an der Technischen Universität Berlin. Politisch aktiv ist die gebürtige Berlinerin seit vier Jahren. Ihr Engagement begann als Schülervertreterin auf Schul-, Bezirks- und Landesebene.

Im Abgeordnetenhaus will June sich schwerpunktmäßig mit Strategien gegen Rechtsextremismus sowie Bildungs- und Jugendpolitik beschäftigen. Sie ist Mitglied der Arbeitsgruppe Jugendpolitik, wo es etwa um Jugendhilfe geht. Junes Ziel ist es, Chancengleichheit in der Bildung zu erreichen. Obwohl das Abgeordnetenhaus ein Halbtagsparlament ist, arbeiten viele Abgeordnete sogar mehr als 40 Stunden die Woche. June hat jedoch keine Zweifel, dass sie sowohl ihr Studium als auch ihre politische Tätigkeit miteinander vereinbaren kann. Zwar ist sie keine Vollzeitstudentin, aber dafür jüngste Volksvertreterin Berlins.

 

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Für die EKR-Fraktion: Dr. Christian Schmidt (Berliner Landesvorsitzender der ALFA)

Der 63-jährige Wirtschaftswissenschaftler Christian Schmidt war bei den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus im September 2016 Spitzenkandidat der Partei ALFA.. Den Einzug in das Berliner Landesparlament schaffte seine Partei allerdings nicht. Das EU-Parlament und die Bremer Bürgerschaft sind bisher die einzigen Parlamente, in dem Mitglieder der ALFA sitzen.

Früher war Christian Schmidt mehrere Jahre bei den Freien Wählern auf Landes- und Bundesebene tätig, ehe er Gründungsbeauftragter des AfD-Landesverbands Berlin wurde. Nach dem Rechtsruck der Partei trat er aus der AfD aus und wurde Gründungsmitglied der ALFA. Seit März 2016 ist er Landesvorsitzender der ALFA Berlin. Ziele der ALFA sind in Berlin vor allem eine Gesetzesänderung, durch die Steuerverschwendung als Straftatbestand ins Strafgesetzbuch aufgenommen wird, die Stärkung der Polizei und die Modernisierung der Verwaltung.